20.11.2010 / Ausland / Seite 7

Ein Dorf will keine Spaltung

Skepsis nach Israels Rückzug aus dem Grenzort Ghajar

Karin Leukefeld, Damaskus
Der angekündigte Rückzug israelischer Truppen aus dem nördlichen Teil des Grenzortes Ghajar im libanesisch-syrisch-israelischen Ländereck wird im Libanon mit Skepsis registriert. Das israelische Sicherheitskabinett hatte am Mittwoch den Rückzug beschlossen, den es zuvor mit den UN-Friedenstruppen im Libanon, UNIFIL, ausgehandelt hatte. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon äußerte sich zufrieden. Wann der Rückzug beginnen soll, ist nicht bekannt. Der nördliche Teil Ghajars soll unter UN-Mandat gestellt und von UN-Soldaten kontrolliert werden. Das Dorf liegt am Hasbani-Fluß.

Ghajar hat in den letzten 80 Jahren viele Herren gesehen. 1932 entschieden sich die 2000 dort lebenden Alawiten – damals noch unter französischem Mandat –, zu Syrien gehören zu wollen. 1960 wurden sie bei einer syrischen Volkszählung als Einwohner des Golan registriert. 1967 wurde Ghajar mit dem syrischen Golan von Israel besetzt und 1981 völkerrechtswidrig annektiert...

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