13.11.2010 / Inland / Seite 5

Lernen im Wendland

Einsatz französischer Elitepolizisten beim Castortransport wirft immer mehr Fragen auf. Sie sollten den deutschen Kollegen als »Beobachter« über die Schulter schauen

Ulla Jelpke
Der fotografisch dokumentierte Einsatz zumindest eines französischen Polizisten beim Castortransport im Wendland veranlaßt die Bundesregierung zu einem regelrechten Eiertanz. Zwar gab das Innenministerium am Donnerstag zu, daß sich zwei französische Polizisten in Deutschland aufgehalten hätten, die Erklärung wirft aber etliche Fragen auf. So heißt es, die beiden Angehörigen der Eliteeinheit CRS seien »als Beobachter« im Wendland gewesen. Während einer von ihnen im Bereich einer polizeilichen Leitstelle eingesetzt war, sei der andere dem »Einsatzabschnitt Transport zugeteilt« gewesen. Castorgegner hätten gegen ihn eine Straftat verübt, die aber nicht näher erläutert wird. Als daraufhin Bundespolizisten eingeschritten waren, seien diese »in Bedrängnis« geraten. Der französische Kollege habe ihnen dann aus »einer Notsituation« heraushelfen wollen, hieß es. Ungeklärt bleibt dabei, warum jemand, der nur beobachten soll, Schußwaffe und Schlagstock mitführt.

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