22.10.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Riskante Innovation

Gegner von »Stuttgart 21« erhoffen sich von den heute beginnenden Gesprächen die Offenlegung der Fakten. Doch die Strategie könnte sich als Fehler erweisen

Daniel Behruzi
Innovativ – dieses Modewort hat im Falle der Auseinandersetzung um »Stuttgart 21« einige Berechtigung. Denn es ist in der Tat etwas Neues, wenn sich an diesem Freitag erstmals Gegner und Befürworter des Tiefbahnhofprojekts gegenübersitzen. Nicht, weil die Gespräche an sich eine »Innovation unter Demokraten« wären, wie Vermittler Heiner Geißler sagt. Sondern weil die Argumente beider Seiten von den Fernsehsendern SWR und Phoenix ab zehn Uhr live in die Wohnzimmer Baden-Württembergs und der ganzen Bundesrepublik übertragen werden.

Zu verdanken ist diese Neuerung allerdings nicht in erster Linie der Kreativität des einstigen CDU-Generalsekretärs. Vielmehr ist sie ein Resultat des massenhaften, über Wochen andauernden Widerstands gegen das Prestigeprojekt. Dieser hat die Protagonisten von »Stuttgart 21«, die die Kritik über Jahre schlicht ignorierten, dazu gezwungen, sich der Diskussion überhaupt zu stellen.

Die Organisationen, die sich zu den Gespräc...



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