05.10.2010 / Ausland / Seite 8

»Wir glauben nicht mehr an Worte«

Siedlungsbau, Mauer und israelische Besatzung machen »Friedensverhandlungen« für Palästinenser zur Farce. Gespräch mit Raif Hussein

Martin Lejeune
Der in Hannover lebende Raif Hussein ist Vorsitzender der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft

US-Präsident Barack Obama hat sich erst kürzlich für die Schaffung eines Palästinenserstaates ausgesprochen. Außerdem plädiert er für einen zweimonatigen Stopp des Siedlungsbaus, um die Nahostgespräche zwischen Israel und Palästina nicht zu gefährden. Wie seriös sind derartige Forderungen?

Ich halte zwar eine Menge von Obama, aber angesichts der vielen leeren Versprechungen, die wir Palästinenser in den letzten Jahren gehört haben, glauben wir nicht mehr an Worte. Wir wollen Taten sehen!

Was denken Sie denn über die Friedensverhandlungen zwischen Palästinenserpräsident Mahmut Abbas und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, die vor kurzem in Washington begonnen haben?

Palästina leidet unter dem Siedlungsbau, der Mauer und der Besatzung – und da reden wir über Friedensverhandlungen? Die beginnen doch normalerweise, wenn eine Besatzung zu Ende ist &...

Artikel-Länge: 4396 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe