17.09.2010 / Thema / Seite 10

Der wirkliche »Change«

Vorabdruck. Nach fast zwei Jahren Präsidentschaft steht fest: Unter Barack Obama hat sich die Politik der USA nicht geändert, das Staatsoberhaupt verschärfte sogar den ­menschenrechtsfeindlichen Kurs

Philipp Schläger
In diesen Tagen erscheint im Berliner Verlag Rotbuch eine Einschätzung der Politik des US-Präsidenten Barack Obama. Geschrieben wurde sie von unserem Auslandskorrespondenten in New York, Philipp Schläger. jW veröffentlicht leicht gekürzt und mit Zwischenüberschriften versehen das Kapitel über den Umgang des Präsidenten mit Guantánamo sowie mit Folter und gezielter Tötung von politisch Unliebsamen.

(jW)

Mehr Willen zeigte Präsident Obama (...) bei der Schließung des Gefangenenlagers Guantánamo. Dessen Fortbestehen schade dem Ansehen der Vereinigten Staaten in der Welt und gefährde die Sicherheit Amerikas, sagte er. Die Verbringung der Gefangenen in amerikanische Hochsicherheitsgefängnisse stelle dagegen keine Gefahr dar und stünde im Einklang mit amerikanischen Idealen. Es war mehr ein symbolischer Schritt als ein fundamentaler Kurswechsel. Das Gefangenenlager war zum Inbegriff der Exzesse der Regierung Bush geworden, ein Symbol unbegrenzter präsidialer M...


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