11.09.2010 / Inland / Seite 5

Flüchtlinge fordern Entschädigung

In den Knast abgeschoben: Kriegsdienstverweigerer aus Eritrea klagen Bundesregierung an

Gitta Düperthal
Kriegsdienstverweigerer aus Eritrea sind vom Flughafen Frankfurt/Main direkt in den Folterknast abgeschoben worden. Das war vor zwei Jahren. Heute fordern Yonas Haile Mehari und Petros Aforki Mulugeta eine Entschädigung von der Bundesregierung. Am Donnerstag traten sie in der Mainmetropole gemeinsam mit Vertretern von Pro Asyl und dem Verein Connection, der Kriegsdienstverweigerer und Deserteure unterstützt, vor die Presse.

Yonas Haile Mehari berichtete über seine Haft in der eritreischen Hauptstadt Asmara. Über Monate sei er mit vielen anderen Männern in einem viel zu kleinen unterirdischen Raum in einem Gefängnis namens »Under« festgehalten worden. Der Knast befinde sich in der heißesten Gegend des Landes, in Wi’a. Durch Hitze und Enge hätte er schnell Blasen und offene Wunden am ganzen Körper gehabt. An Schlafen sei kaum zu denken gewesen, weil die Häftlinge übereinander gestapelt h...

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