11.09.2010 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Die Uniformität läßt an Gleichschaltung denken«

Gespräch mit Mathias Bröckers. Über die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA, Widersprüche und Ungereimtheiten sowie die Berichterstattung der großen Medien

Marcus Klöckner
Mathias Bröckers arbeitet als freier Journalist in Berlin. Sein Buch »Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11.9.« (2002) erreichte eine hohe Auflage wie auch sein zweites Buch zu diesem Thema »Fakten, Fälschungen und die unterdrückten Beweise des 11. 9.«
Was bedeutet der 11. September für Sie?

Erstmal Staunen, daß schon neun Jahre vergangen sind seit den Anschlägen – und daß die Verbrechen in dieser Zeit noch immer nicht aufgeklärt sind. Da geht das Staunen schon in Kopfschütteln und auch in Zorn über. Und in Entsetzen über den Zustand von Politik und Medien, die uns das Schauermärchen von Osama und den 19 Teppichmessern bis heute als Realität verkaufen.

Das heißt, Sie setzen sich noch immer mit dem Tag auseinander ?

Es war ja eher ein Zufall, daß ich mich überhaupt so intensiv damit befaßt habe. Im Sommer 2001 hatte ich mit einem Buch über Verschwörungen und Verschwörungstheorien begonnen, die ich strukturell anhand historischer Beispiele untersuchen wollte. Am 11. September riß mich ein Anruf aus dieser Arbeit und ich schaltete den Fernseher an: Die Türme standen noch, da wurde zum ersten Mal der Name Osama Bin Laden genannt. Blitzschnell wurde er dann vom Verdächtigen zum einzig möglichen Schuldigen. Und mit diesem Paradoxon – ein völlig überraschender, unfaßbarer Anschlag eine...

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