06.08.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Appell aus Hiroschima

Konferenz in Japan: 65 Jahre nach dem ersten Atombombenabwurf sind Ächtung und Abschaffung der Massenvernichtungswaffe dringender denn je

Reiner Braun
Die Abschaffung der Atomwaffen steht wieder und grundsätzlicher als jemals zuvor auf der Agenda der internationalen Politik, trotz der enttäuschenden Ergebnisse der Konferenz zum Atomwaffensperrvertrag im Mai 2010 in New York. Das war der einheitliche Tenor eines internationalen Kongresses vom 2. bis zum 4.August in Hiroschima. An ihr nahmen mehr als 300 Aktivisten aus 27 Ländern teil.

Sie zeichneten ein anderes Bild von der Weltlage, als es die europäische Perspektive vermittelt, und machten bewußt, wie groß aktuell die Gefahr des Einsatzes von Nuklearwaffen in Asien ist. So berührt der Konflikt in und um Korea immer auch die Frage, bei welchem Grad an Zuspitzung vor allem die USA bereit sind, Atomwaffen einzusetzen. Aber auch: Wie weit treibt Nordkorea seine verbale Atomwaffenkriegsrabulistik? Wann wird von Provokationen, die auch zur innenpolitischen Ablenkung besonders in Südkorea dienen, wieder auf Diplomatie und Entspannung gesetzt?

Wettrüsten

In S...

Artikel-Länge: 5965 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe