22.07.2010 / Inland / Seite 4

Briefdienstleister taktieren

Verband der Post-Konkurrenten weigert sich, Tarifverhandlungen aufzunehmen. Gewerkschaft ver.di will sich direkt an Unternehmen wenden

Johannes Schulten
Die Einführung eines verbindlichen Postmindestlohns bleibt ungewiß. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat am Dienstag in einer Presseerklkärung den Unternehmerverband Neue Brief- und Zustelldienste (AGV NBZ) für seine Weigerung kritisiert, über einen Mindestlohntarifvertrag zu verhandeln. Der von Post-Konkurrenten wie der in Berlin-Brandenburg ansässigen Pin Mail AG und der holländischen TNT dominierte Verband hatte tags zuvor erklärt, daß ein Mindestlohn nach dem Arbeitnehmerentsendegesetz nicht akzeptabel sei. Die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis warf dem AGV NBZ daraufhin vor, »eine Kehrtwende« vollzogen zu haben. Bislang habe der Verband behauptet, er wolle mit ver.di verhandeln.

Am 28. Januar hatte das Bundesverwaltungsgericht eine noch von der SPD-CDU/CSU-Koalition 2007 beschlossene Mindestlohnregelung in Höhe von 9,80Euro wegen »massiver Formfehler« gekippt. Die Pin Mail AG hatte daraufhin im März die Löh...

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