23.06.2010 / Ansichten / Seite 8

Verniebelung

Steinmeier kritisiert Israel-Kritiker

Werner Pirker
Zwar heißt es stets, Kritik an Israel sei zulässig, wenn nicht sogar erwünscht, sofern es sich um solidarische Kritik handle. Die Grenzen des Zulässigen werden allerdings immer enger gezogen. Das hat mit Dirk Niebel nun auch ein deutscher Politiker zur Kenntnis nehmen müssen, der sich bisher als besonders enger Freund des jüdischen Nahost-Staates wähnen durfte. Als ihm die israelische Regierung die Einreise in den Gazastreifen verweigerte, wo er ein deutschen Entwicklungshilfeprojekt einweihen wollte, hatte er seinem Unmut ziemlich deutlich Ausdruck verliehen, was ihm wiederum nicht nur von den Israelis, sondern auch von Teilen der deutschen Öffentlichkeit sehr übel genommen wurde.

Als schärfster Kritiker des Israel-Kritikers wider Willen tat sich der Generalsekretär des Zentralrates der Juden in Deutschland, Stephan Kramer hervor, der mit seinen pauschalen, praktisch an die gesamte deutsche Öffentlichkeit gerichteten Antisemitismusvorwürfen ...

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