19.05.2010 / Titel / Seite 1

Desaster in Kabul

Arnold Schölzel
Beim schwersten Anschlag in Kabul seit mehr als einem Jahr sind in der afghanischen Hauptstadt 18 Menschen, darunter sechs NATO-Soldaten, ums Leben gekommen. 47 Zivilisten seien bei der heftigen Explosion am Dienstag verletzt worden, teilte das afghanische Innenministerium mit. Die Taliban bekannten sich zu dem Selbstmordanschlag, der sich gegen die »Invasoren der NATO« gerichtet habe. Das Attentat ereignete sich während des morgendlichen Berufsverkehrs im Westen der Hauptstadt, in der Nähe eines Krankenhauses und einer Anwerbestelle der afghanischen Armee. Die NATO teilte mit, daß fünf der getöteten Soldaten aus den USA stammten. Ein Attentäter hatte demnach sein Auto in der Nähe eines ISAF-Konvois in die Luft gesprengt. Seit Beginn des Jahres starben insgesamt mindestens 208 ausländische Soldaten in Afghanistan.

Als Echo auf die Attacke kamen aus dem Hauptquartier des Kriegsbündnisses in Brüssel Durchhalteparolen. ­NATO-Generalsekretär Ande...

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