04.05.2010 / Thema / Seite 10

Krisis heißt Wendepunkt

Reportage. In Athen regieren nun EU und IWF. Die Folgen der ökonomischen Misere sollen ausschließlich von der Bevölkerung bezahlt werden

Hannes Hofbauer, Athen
Vollautomatisch senken sich die metallenen Rolläden über die Glasfassade des »Titania«-Hotels in der Athener Akademiestraße und lassen nicht einmal einen Spaltbreit frei, durch den der Gast die Lobby betreten oder verlassen könnte. Angesagt ist ein kleiner Demonstrationszug von Gewerkschaftern der moderaten Linkspartei Synaspismos, die sich diesmal vor der Universität treffen, um über die Akademiestraße zum nahen Omonia-Platz zu gelangen, eine der verkehrstechnischen Schlagadern der Athener Innenstadt. Die Demonstranten sind großteils im Erziehungs- und Gesundheitswesen tätig und bringen – in Vorbereitung eines weiteren Generalstreiks – an diesem Freitagnachmittag geschätzte 2000 Menschen auf die Straße.

Parallel dazu, in der Panepistimou-Straße, zieht der Zug der Kommunisten in die Gegenrichtung zum Syntagma-Platz vor das Parlament. Die Genossinnen und Genossen der Gewerkschaft PAME, die der Kommunistischen Partei Griechenlands (...

Artikel-Länge: 20653 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe