27.04.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 2

»Absurd, sich an Griechenland abzuarbeiten«

Die Bundesregierung will die wirklichen Probleme nicht sehen. Ein Gespräch mit Heiner Flassbeck

Peter Wolter
Heiner Flassbeck war unter Oskar Lafontaine Staatssekretär im Bundesfinanzministerium. Er ist Chefökonom der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) in Genf

Die Bundesregierung gerät wegen ihrer starren Haltung zu Finanzhilfen für Griechenland in Europa immer stärker unter Druck. Die Bundeskanzlerin verkündete, die Griechen sollten erst einmal sparen, bis es quietscht. Welches Spiel spielt Frau Merkel eigentlich?

Ich will sie nicht als einzig Verantwortliche darstellen. Fakt ist, daß sich Deutschland in dieser ersten großen Krise des Euro mehr als ungeschickt verhält. Statt daß die Koali­tionsparteien jetzt über einen Staatsbankrott Griechenlands oder gar über einen Rauswurf des Landes aus dem Währungssystem schwadronieren, sollte die Lage ernsthaft analysiert und auf dieser Basis eine Lösung gesucht werden.

Und wie könnte die ausehen?

In aller Bescheidenheit – außer mir haben alle Politiker und Fachleute in den letzten ...

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