16.04.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Von Tabus trennen

Siedlungsbau, Flüchtlingsfrage, Gazablockade: Die Linke hat nicht die Einsicht oder nicht den Mut, in aller Konsequenz gegenüber der eigenen und der israelischen Regierung aufzutreten

Norman Paech
Über 100 linke Israelis appellierten im vergangenen Monat an die deutsche Linkspartei, sich für einen gerechten Frieden im Nahen Osten einzusetzen (siehe jW vom 27./28. März 2010). In einem offenen Brief an die Genossinnen und Genossen in der BRD mahnten sie eine solidarische Politik als Voraussetzung für die Durchsetzung einer friedlichen Lösung des Israel-Palästina-Konflikts an. In einer Antwort mit Datum vom 15. April räumt Norman Paech als erster Linke-Politiker Defizite seiner Partei ein. junge Welt dokumentiert sein Schreiben im Wortlaut.

Liebe Genossinnen und Genossen,

ich habe mit großer Sympathie eure kritischen und mahnenden Worte an uns gelesen, die »Lehren aus der deutschen Geschichte« und die »besondere Verantwortung für den Konflikt« angesichts seiner dramatischen Verschärfung neu zu überdenken. Wer sollte mehr zu einer solchen Kritik und Mahnung legitimiert sein, als die Bürgerinnen und Bürger Israels selbst?

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