09.04.2010 / Ausland / Seite 6

Mauer des Schweigens durchbrochen

Israels Regierung verhinderte über Monate Berichterstattung über Verfahren gegen zwei Journalisten

Mel Frykberg, Ramallah (IPS)
Zum ersten Mal nach mehreren Monaten verordneten Schweigens durften israelische Medien am Donnerstag über den Fall der Journalistin Anat Kam und ihres Kollegen Uri Blau informieren, nachdem das israelische Verteidigungsministerium ein Verbot der Berichterstattung aufgehoben hatte. Die 23jährige Kam, eine Mitarbeiterin des Internetportals Walla, wurde im vergangenen Dezember festgenommen und später unter Hausarrest gestellt, nachdem sie angeblich während ihres Armeedienstes geheime Militärdokumente kopiert hatte. Diese Papiere belegten die gezielte Exekution von drei palästinensischen Politikern und Kämpfern. Im Nachhinein waren diese Morde als unglückliche Wendung beim Versuch einer Festnahme dargestellt worden. Uri Blau von der Tageszeitung Haaretz schrieb im Anschluß einen Bericht über die entwendeten Dokumente. Er weigert sich nun, Großbritannien zu verlassen und nach Israel zurückzukehren, weil er befürchten muß, vom israelischen Geheimdienst Shin Bet...

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