29.03.2010 / Titel / Seite 1

Kreuzzug abgewehrt

Dirk Hein
Tausende haben am Sonntag in Duisburg gegen die rechte Bürgerbewegung »Pro NRW« und die neofaschistische NPD demonstriert. Nach Angaben von Veranstaltern und Lokalmedien nahmen mehr als 10000 Menschen an den friedlichen Protesten gegen zwei rechte Aufmärsche teil. Die Aufzüge von NPD und »Pro NRW« mit jeweils 200 Teilnehmern durch den Stadtteil Marxloh richteten sich gegen Muslime in Deutschland. Die Proteste der beiden Parteien waren Teil eines Ak­tionswochenendes gegen eine angebliche »Islamisierung« der BRD. Motto: »Abendland in Christenhand.« Ziel ihrer Aufmärsche war die Merkez-Moschee, die allerdings durch die massive Präsenz von Nazigegnern geschützt wurde.

NPD und »Pro NRW« treten neben verschiedenen christlich-fundamentalistischen Kleinstparteien zur nord­rhein-westfälischen Landtagswahl am 9. Mai an und versuchen derzeit, mittels antiislamischer Hetzkampagnen bei potentiellen Wählern zu punkten.

Bereits am Sonntag vormi...

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