19.03.2010 / Ansichten / Seite 8

Schuldbewältigung

Linke-Papier zum Nahostkonflikt

Werner Pirker
Dem von Wolfgang Gehrcke eingereichten Positionspapier der Bundestagsfraktion Die Linke zum Nahostkonflikt ist das Bemühen um Ausgewogenheit deutlich anzumerken. »Eine einseitige Parteinahme in diesem Konflikt wird nicht zu seiner Lösung beitragen«, heißt es darin. In einem Konflikt, in dem eine Seite der anderen seit Jahrzehnten ihre elementaren Rechte vorenthält, sollte für eine Partei, die sich Die Linke nennt, sehr wohl eine eindeutige Parteinahme zugunsten der unterdrückten Seite geboten sein. Doch scheint im Nahostkonflikt die für Linke eigentlich selbstverständliche Verpflichtung zur Solidarität mit den Unterdrückten nicht zu gelten. »Für die Linke gilt«, meinen die Verfasser des Papiers, »daß Deutschland wegen der furchtbaren Verbrechen der Deutschen an den Jüdinnen und Juden während des Nationalsozialismus eine besondere Verantwortung gegenüber Israel und gegen jede Art von Antisemitismus, Rassismus, Unterdrückung und Krieg hat«.

Die Wahrnehmung...

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