18.03.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

»Ich ahnte nicht, wie viele es werden«

Eine Kärrnerarbeit mit Nutzwert für Historiker und gegen Legenden über die DDR: eine Bibliographie aller ostdeutschen Titel zu jüdischer Thematik. Ein Gespräch mit Renate Kirchner

Kurt Pätzold und Erika Schwarz
Vor kurzem erschien im Verlag Neues Berlin das Buch von Detlef Joseph: »Die DDR und die Juden«. Es enthält eine Bibliographie aller zwischen 1945 und 1990 in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR erschienenen Publikationen zum Thema des Buches, insgesamt 1086 Titel. Zusammengestellt wurde sie von Renate Kirchner, die bis Ende 2001 Leiterin der Bibliothek der Jüdischen Gemeinde in Berlin/DDR war.

Vor der Geschichte der Bücher liegt die der Manuskripte. Wie war der Weg ihrer Bibliographie vom Gedanken zum Plan, vom Manuskript zum Buch?

Zunächst sollte es ja nur eine Liste werden, wenn auch eine umfangreiche. In dem Maße aber, wie sich dann die Anzahl der Titel vergrößerte, haben insbesondere befreundete Autoren geraten: Du mußt dir einen Verlag suchen! Dies geschah dann ab Mai 2008. Die Urteile waren in etwa: Interessant, kommt aber, aus Kostengründen, für uns nicht infrage; wir raten von einer Printvariante ab, stellen Sie die Arbeit ins Intern...

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