11.03.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Zulieferer bauen ab

Getriebehersteller Getrag will 700 Jobs vernichten und Löhne senken. ZF Friedrichshafen kündigt Zeitarbeitern und kürzt übertarifliche Zulagen

Herbert Wulff
Die Krise der Automobilindustrie hält an. Besonders hart getroffen werden Zulieferbetriebe, bei denen sich Absatzprobleme mit Liquiditätsengpässen und Schwierigkeiten, Kredite an Land zu ziehen, verbinden. Die Unternehmen reagieren auf diese Situation mit Kostensenkungen – vor allem zu Lasten ihrer Beschäftigten. Während Geschäftsleitung und Betriebsrat beim drittgrößten deutschen Zulieferer ZF Friedrichshafen bereits ein millionenschweres »Sparpaket« vereinbart haben, stehen die Zeichen beim Getriebehersteller Getrag auf Konflikt. Die IG Metall hat Widerstand gegen die Planung des Konzerns angekündigt, bis Ende 2012 an seinen fünf deutschen Standorten 700 Arbeitsplätze zu streichen und eine Fabrik ganz zu schließen.

Kein Zukunftskonzept

»Die Empörung bei den Kolleginnen und Kollegen ist sehr groß«, beschrieb IG-Metall-Sekretär Frank Iwer am Mittwoch auf jW-Nachfrage die Stimmung unter den insgesamt rund 2700 Getrag-Beschäftigten in Deutschland. Am ...

Artikel-Länge: 5349 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe