08.03.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Auf Dummenfang

Vorbild Geert Wilders: In Nordrhein-Westfalen ziehen Neonazis mit antiislamischen und rassistischen Parolen in den Landtagswahlkampf

Dirk Hein
In der Schweiz gab es im November 2009 eine Mehrheit für ein Minarettverbot, in den Niederlanden machte es Geert Wilders mit seiner »Partei für die Freiheit« am Mittwoch vor: in zwei Städten mit antiislamischen und rassistischen Parolen zu Kommunalwahlen angetreten und stärkste Kraft geworden. Das versuchen die selbsternannte rechtsextreme Bürgerbewegung »Pro NRW« und die NPD in Nordrhein-Westfalen nachzuahmen.

Beide Gruppierungen wollen bei den Landtagswahlen am 9. Mai in das Parlament des bevölkerungsreichsten Bundeslandes einziehen. Während »Pro NRW« bemüht ist, sich zumindest in der Öffentlichkeit ein bürgerliches Antlitz zu verleihen, setzt die NPD auf offen neonazistische Parolen. So kündigte Claus Cremer, NPD-Spitzenkandidat zur Landtagswahl in NRW, kürzlich eine antiislamische Kampagne an: »Auf allen Plakaten ist ein umfallendes Minarett zu sehen und es sind die ersten Plakate unserer Partei, die den neuen Namenszusatz ›Die soz...

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