03.03.2010 / Antifa / Seite 15

Zuerst der Profit

Eine Tochter der Bauer-Media-Group vertreibt ein extrem rechtes Monatsmagazin. Der Verlag beruft sich auf die Pressefreiheit

André Lenthe, Hamburg
Der »Entartung unseres politischen Systems und der Entmündigung des Volkes« entgegentreten. Das ist der Anspruch des extrem rechten Monatsmagazins Zuerst. Unterstützung erhält das Blatt dabei von der Bauer-Media-Group, dem 2009 umbenannten Heinrich-Bauer-Verlag aus Hamburg, der unter anderem die Fernsehzeitschrift Auf einen Blick, das Jugendmagazin Bravo und diverse Frauen- und Lifestyleblätter herausgibt. Denn ein Tochterunternehmen des Bauerverlags – der immerhin über 300 Zeitschriften in 14 Ländern publiziert und 2009 etwa zwei Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftete – organisiert den bundesweiten Vertrieb der Postille. Bei der Tochter handelt es sich um die VU Verlagsunion aus Walluf bei Wiesbaden.

In einem offenen Brief an den Medienkonzern fordert nun das »Hamburger Bündnis gegen Rechts«, die Zusammenarbeit mit dem Magazin sofort einzustellen. »Der Verleger von Zuerst ist der ausgewiesene Neonazi Dietmar Munier, der seit Jahr...

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