02.03.2010 / Inland / Seite 4

Milde für Schläger von Pölchow

Nach Neonaziüberfall: Staatsanwaltschaft fordert Bewährung für Rechtsextremisten

Frank Brunner, Rostock
Im Prozeß gegen drei Neonazis, denen die Beteiligung an einem brutalen Überfall auf vermeintlich linke Jugendliche vorgeworfen wird, hat die Rostocker Staatsanwaltschaft am Montag Bewährungsstrafen für zwei der Angeklagten gefordert. Der dritte Beschuldigte sei mangels Beweisen freizusprechen, erklärte Staatsanwältin Tanja Bierfreund im großen Saal des Landgerichts der Hansestadt.

Stefan V., Dennis F. sowie Michael Grewe, Mitarbeiter der NPD-Fraktion im Schweriner Landtag, fuhren am 30. Juli 2007 – wie etwa 150 weitere Rechte – mit dem Zug von Güstrow zu einer NPD-Kundgebung nach Rostock. Beim Halt am Bahnhof der mecklenburgischen Kleinstadt Pölchow prügelten mehrere NPD-Anhänger auf alternativ gekleidete Jugendliche ein, die eine Station zuvor zugestiegen waren. Die Neonazis schmissen die jungen Leute aus dem stehenden Zug und traktierten sie auf dem Bahnsteig mit Fäusten und Zaunlatten. Im Prozeß beriefen sie sich darauf, sie hätten aus Not...

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