22.02.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

»Lieber zuviel Freiheit«

Über neue Tendenzen in der Literatur Lateinamerikas, Chávez’ Bekenntnis zum Marxismus und die Wahlen in Venezuela. Ein Gespräch mit Luis Britto García

André Scheer
Luis Britto García (geboren 1940 in Caracas) ist einer der bekanntesten Schriftsteller, Essayisten und Literaturwissenschaftler Venezuelas. Auf der Internationalen Buchmesse in Havanna stellte er seinen neuen Roman »Pirata« vor

Welchen Eindruck haben Sie von der Internationalen Buchmesse in Havanna?

Einige meiner Kollegen haben gesagt, diese Messe gleiche eher einem Rockkonzert oder einem Fußballendspiel. Es ist immer wieder beeindruckend, wie neue Bücher so viele Menschen anziehen können. Wir kennen so etwas von Großveranstaltungen wie der Buchmesse in Frankfurt, aber in Lateinamerika, das noch immer vom Analphabetismus geprägt ist, ist eine solche Veranstaltung, die so viele Menschen anzieht, die sich neue Bücher ansehen wollen, einzigartig und beispielhaft.

Gibt es etwas vergleichbares in Venezuela?

Es gibt eine jährliche Buchmesse, aber diese erreicht keine solche Größenordnung wie hier in Havanna oder auch in Bogotá, wo es ebenfalls eine ...

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