12.02.2010 / Feminismus / Seite 15

»Brutaler als Männer«

Organisation »Breaking the Silence« veröffentlicht Berichte von 50 israelischen Soldatinnen. Beteiligung an Mißhandlung und Demütigung von Palästinensern verbreitet

Karin Leukefeld
Die Israelischen Streitkräfte (IDF), auch »Armee des Volkes« genannt, prägen die Gesellschaft des Landes. Doch das Vorgehen der Soldaten in den besetzten palästinensischen Gebieten, im Libanon-Krieg 2006 und im Gaza-Krieg 2008/09 bleibt nicht folgenlos: Es gibt mehr Kriegsdienstverweigerer, und auch die Kritik am Militär nimmt zu.

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Die Organisation »Das Schweigen brechen« (Breaking the Silence) wurde 2004 von ehemaligen Soldatinnen und Soldaten gegründet, die während der zweiten Intifada im Jahr 2000 in den besetzten Gebieten Dienst taten und mit dem, was sie dort erlebt hatten, allein nicht fertig wurden. Mißhandlungen, Plünderungen und Zerstörung von Eigentum seien »seit Jahren schon Norm« gewesen, meinen die Gründer der Initiative. Doch die systematische Brutalität hätten immer mehr Soldaten dazu gebracht, ihr Schweigen darüber zu brechen.

Jetzt hat »Breaking the Silence« erstmals Aussagen von Soldatinnen veröffentlicht. Sie beri...

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