10.02.2010 / Inland / Seite 2

»Wir wollen unterdrückte Fakten bringen«

Freier Rundfunksender »coloRadio« berichtet am Samstag in Dresden hautnah über Blockade der Neonazidemo. Ein Gespräch mit Antje Meichsner

Gitta Düperthal
Antje Meichsner ist Sprecherin des freien sächsischen Radiosenders »coloRadio« in Dresden

In Dresden werden am Samstag, dem 65. Jahrestag der Bombardierung durch alliierte Flugzeuge, bis zu 7000 gewaltbereite Neonazis erwartet. Ihr Sender »coloRadio« plant deshalb einen sogenannten Aktionsrundfunk. In welcher Form werden Sie vom Aufmarsch und den Gegenaktionen berichten?

Wir sind ein Medium der Gegenöffentlichkeit und wollen auch bei diesem Anlaß dafür sorgen, daß unterdrückte Fakten gebracht werden. Dazu muß gesagt werden: Der sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU) hat erklärt, daß am 13. Februar 500 Neonazis mehr als im vergangenen Jahr aus ganz Mitteleuropa in Dresden zu erwarten sind – 2009 waren es noch 6000. Nach Polizeischätzungen ist jetzt schon klar, daß eine »hohe Zahl« sogenannter freier Kräfte und autonomer Nationalisten aufmarschieren wird – das sind bekanntlich jene Teile der Neonaziszene, die vermummt Krawall suchen. Ziel d...

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