02.02.2010 / Inland / Seite 5

Wo endet Israel?

Münchner Linke gegen Kauf von Waren aus den besetzten Palästinensergebieten

Rolf-Henning Hintze, München
Die Münchner Linkspartei will nicht länger tatenlos zusehen, wen auch in Deutschland Produkte verkauft werden, die in illegal besetzten Gebieten Palästinas hergestellt werden. Die Kreismitgliederversammlung verabschiedete am Sonntag mit klarer Mehrheit einen Antrag, der konkret dazu aufruft, ein von den Münchner Stadtwerken vertriebenes Haushaltsgerät der Firma Soda Club, mit dem man aus Leitungswasser Sprudelwasser machen kann, nicht mehr zu kaufen. Die Geräte werden nicht, wie suggeriert wird, in Israel hergestellt, sondern in Mischor Adumim im Westjordanland, einem Gebiet, das Israel völkerrechtlich nicht gehört.

»Wir sollten, solange die Besetzung palästinensischer Gebiete durch Israel anhält, solche Produkte nicht kaufen«, heißt es in dem Beschluß, »und wir sollten auch Freunde und Bekannten über das Unrecht aufklären, das mit solchen Produkten oder auch Teilprodukten verbunden ist«. Der Beschluß zielt ausdrücklich nur auf Waren aus den besetzen Geb...

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