29.01.2010 / Feuilleton / Seite 13

Erinnerungen an ein Schloß

Schröder & Kalender. Ein Schauplatz deutscher Geschichte in der Nußschale

Jörg Schröder/Barbara Kalender
Das Schloß Schönhausen in Pankow wurde fünf Jahre lang saniert und ist jetzt nach wechselvoller Geschichte ein Museum. Ich bin in Niederschönhausen aufgewachsen, der Schloßpark lag nur ein paar hundert Meter von unserer Wohnung in der Bismarckstraße entfernt, und meine Mutter ging dort mit mir spazieren, schon als ich im Kinderwagen saß. Das Schloß ist also das erste alte Gebäude, das mich sehr beeindruckte. Das barocke Gutshaus der ostpreußischen Gräfin Sophie Dorothea zu Dohna, welches der Kurfürst Friedrich III., der spätere erste preußische König, umbaute, ist ein Schauplatz deutscher Geschichte in der Nußschale. Nach seiner Thronbesteigung wies Friedrich der Große das Schloß seiner Ehefrau Elisabeth Christine als »Sommerresidenz« zu. Schon als kleiner Junge wußte ich, daß die Königin ihren Mann nicht in Sanssouci besuchen durfte. Ein Hügel im Park hatte es mir besonders angetan. Hier– so ging die Legende – habe der Alte Fritz sein Lieblingspferd begraben lassen. Da k...

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