20.01.2010 / Ausland / Seite 6

Spione als Entwicklungshelfer

CIA-Agenten tarnen sich gern als harmlose Unterstützer. Immer hilft ihnen das nicht

Rainer Rupp
In den USA wird derzeit fleißig eine Legende um die Geschichte des harmlosen und unschuldigen amerikanischen »Sozialarbeiter« gestrickt, der von der heimtückischen kubanischen Spionageabwehr Anfang Dezember festgenommen worden sei, als er gerade seinen Flug nach Hause nehmen wollte. Zugleich soll mit geschickt lancierten Details über Herkunft und Hintergrund des inzwischen als Alan P. Gross identifizierten US-Agenten die mächtige zionistische Lobby für die Anti-Kuba-Kampagne Washingtons aufgerüttelt werde. So titelte z.B. jüngst die Washington Post, daß Gross lediglich »jüdischen Gruppen in Kuba helfen wollte, die sich für Demokratie-Projekte einsetzen«. Zu diesem Zweck habe er an die Betroffenen Mobiltelefone, Computer »und auch andere Kommunikationsausrüstung « verteilt, um die »Informations- Blockade der kubanischen Regierung zu durchbrechen«. Zwar räumt die Washington Post ein, daß die Verteilung der nicht näher bezeichneten »anderen Kommunikationsaus...

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