20.01.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Ärzte oder Soldaten

Während kubanische Mediziner Leben retten, besetzt das US-Militär Haiti

Enrique Torres, Port-au-Prince (Prensa Latina)
Das am Montag gerettete kleine Mädchen Karla Lexandre hat die Hoffnungen der Helfer wiederbelebt, auch eine Woche nach dem Erdbeben doch noch Menschen lebend aus den Trümmern bergen zu können. Experten aus verschiedenen Ländern hatten zuvor praktisch die Hoffnung aufgegeben, daß Menschen diese lange Zeit ohne Trinkwasser unter den Schuttbergen eingestürzter Gebäude überleben könnten. Das gerettete Mädchen wurde in das Universitätskrankenhaus des Friedens in Port-au-Prince gebracht und dort von kubanischen Ärzten behandelt. Mediziner aus fünf Ländern betreiben derzeit das Hospital, unter ihnen die Pädiaterin Gladis Salas, die als eine von mehr als 400 kubanischen Medizinern bereits seit zwei Jahren in dem ärmsten Land des Kontinents arbeitet. Sie berichtete der Agentur Prensa Latina, daß das Mädchen körperlich fast unverletzt gewesen sei, obwohl das Haus, in dem es sich während des Erdbebens aufgehalten hatte, vollkommen in sich zusammenstürzte. »Aber sie ...

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