18.01.2010 / Politisches Buch / Seite 15

Kriegsopfer

Alexander Dorins Analyse des Falls von Srebrenica 1995

Anna Gutenberg
Laut der offiziellen Version der Ereignisse von Srebrenica – gemeint ist die Version der damaligen Regierung unter dem bosnisch-moslemischen Präsidenten Alija Izetbegovic und seinen Unterstützern in Washington – wurden im Sommer 1995 in der Umgebung der bosnischen Kleinstadt Srebrenica bis zu 8000 moslemische Jungen und Männer von serbischen Truppen exekutiert. Die Formulierung vom »schlimmsten Massaker auf europäischem Boden seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs« wird von den westlichen Massenme­dien seitdem eisern und unaufhörlich repetiert. Als im März 1999 der von der UNO nicht mandatierte Angriffskrieg der NATO gegen Rest-Jugoslawien begann, wurde beschworen, es gelte ein »zweites Srebrenica« im Kosovo zu verhindern.

Autoren, die seit Jahren auf stark übertriebene Opferzahlen hinweisen, werden von den Medien konsequent ignoriert. Und das, obwohl diese Autoren lediglich das Ausmaß der »nicht zu entschuldigenden serbischen Verbrechen« in Fr...

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