11.01.2010 / Titel / Seite 1

Trotz alledem zu Rosa

Claudia Wangerin
Bei Wind und Schnee beteiligten sich am Sonntag in Berlin mehrere zehntausend Menschen am »stillen Gedenken« für die vor 91 Jahren ermordeten Revolutionäre Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg. An der Gedenkstätte der Sozialisten legten sie ab neun Uhr morgens rote Nelken und Kränze für die beiden Mitbegründer der Kommunistischen Partei Deutschlands nieder. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht waren am 15. Januar 1919 mit Billigung der SPD von rechten Freikorpssoldaten erschossen worden.

Zum »stillen Gedenken« hatte die Partei Die Linke aufgerufen, auch Parteichef Lothar Bisky, Fraktionschef Gregor Gysi, Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch sowie Bundestags-Vizepräsidentin Petra Pau und mehrere Abgeordnete nahmen daran teil. Luxemburg und Liebknecht hätten sich in ihrem Wirken für eine friedliche und gerechte Welt nicht von Karriere- und Kommerzgedanken leiten lassen – anders als viele Menschen heute, so Gysi.

Bei der traditionellen Liebknecht-Luxemb...



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