21.12.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

Ein grandioser Flop

Politische Erklärung statt rechtsgültiges Abkommen: UN-Klimagipfel in Kopenhagen geht ohne greifbares Ergebnis zu Ende

Wolfgang Pomrehn
Nichts. Keine verbindliche Zahlen für die Reduktion der Treibhausgasemissionen, keine klare Regelung, wie den Entwicklungsländern bei der Anpassung an den Klimawandel geholfen wird, kein irgendwie rechtsgültiges Abkommen. Lediglich eine politische Erklärung ist nach den zähen, zweiwöchigen Verhandlungen beim UN-Klimagipfel herausgekommen. Dieser endete am Samstag nachmittag in Kopenhagen nach zwei schlaflosen Nächten mit fast einem Tag Verspätung.

Nicht einmal verabschiedet konnte die Erklärung werden. Die Versammlung nahm sie lediglich zur Kenntnis. In der Nacht von Freitag zu Samstag war sie in kleiner Runde von 28 Staaten ausgehandelt worden. Gegen das Verfahren und den wachsweichen Inhalt gab es unter den anwesenden Vertretern von 192 Ländern soviel Widerstand, daß der dänische Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen das Handtuch warf und den Konferenzvorsitz abgeben mußte. Schließlich einigte man sich doch noch auf die Formel der Kenntnisnahme.

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