16.12.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

Zerstörte Häuser

Zur engen Anbindung Abchasiens an Rußland gibt es keine Alternative

Werner Pirker, Suchumi
Bei den abchasischen Präsidentenwahlen im Oktober 2004 war Sergej Bagapsch als Gegenkandidat zu Raul Chadschimba, dem Kandidaten Moskaus, angetreten. Die Wahl, bei der Chadschimba zum Sieger erklärt worden war, wurde für ungültig erklärt und im Januar 2005 wiederholt. Bagapsch erhielt damals 91,54 Prozent der Stimmen. Die russischen Einmischungsversuche hatten sich als kontraproduktiv erwiesen. Am vergangenen Sonntag ist Sergej Bagapsch mit einer absoluten Stimmenmehrheit von 59,4 Prozent wiedergewählt worden. Raul Chadschimba, der stärkste unter den vier Herausforderern, erhielt 15,4 Prozent. Doch diesmal siegte Bagapsch nicht als Kritiker einer zu engen Anlehnung an Moskau, sondern als ein Kandidat, der das Vertrauen der russischen Führung hinter sich wußte. Entsprechend war auch sein Wahlkampf ausgerichtet. Auf einem Plakat sah man ihn im Gespräch mit Rußlands Premier –die Rolle des Zuhörers war Wladimir Putin auferlegt. Ein anderes zeigte den eh...

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