16.12.2009 / Thema / Seite 10

Beruhigungspille Bildung

Hintergrund. Zur Schlüsselideologie der »Wissensgesellschaft«

Christoph Butterwegge
Heute treffen sich die Ministerpräsidenten der Bundesländer mit Kanzlerin Angela Merkel und Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, zum »Bildungsgipfel« im Kanzleramt. Anläßlich dieser Zusammenkunft veröffentlichen wir einen Beitrag von Prof. Christoph Butterwegge. Der Autor lehrt Politikwissenschaft an der Universität zu Köln. Zuletzt erschien von ihm das Buch »Armut in einem reichen Land. Wie das Problem verharmlost und verdrängt wird« (Campus Verlag, Frankfurt a. M. / New York 2009, 378 Seiten, 24, 90 Euro).

Bewohnerinnen und Bewohner eines westlichen Industrielandes, das sich als »Wirtschaftsstandort«, »Exportweltmeister« und »Wissensgesellschaft« versteht, begreifen (Weiter-)Bildung in aller Regel nicht mehr als Möglichkeit zur Welterkenntnis oder zur Persönlichkeitsentwicklung, sondern bloß noch als Mittel ihrer beruflichen Qualifikation, das ökonomischen Verwertungsinteressen bzw. dem Ziel dient, sich auf dem Arbeitsmarkt zu b...

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