10.12.2009 / Ausland / Seite 7

Neue Urteile in Miami

US-Bundesrichterin reduziert Strafen von zwei der fünf gefangenen Kubaner. Die wollen ihren Kampf fortsetzen

Deisy Francis Mexidor, Miami/Florida
Im Zentrum der US-Metropole Miami liegt das Bundesgericht von Florida, genau neben dem eindrucksvollen Gebäude der Haftanstalt, dessen Fester wie senkrechte Risse im Beton wirken. Dort befinden sich drei der fünf Kubaner, die seit mehr als elf Jahren wegen ihres Einsatzes gegen antikubanische Terrorgruppen in US-Gefängnissen inhaftiert sind. Über zwei von ihnen wurden am Dienstag neue Urteile verhängt, nachdem ein Berufungsgericht in Atlanta die ursprünglich verkündeten Strafen als überzogen aufgehoben hatte. Nun entschied Richterin Joan Lenard auf 30 Jahre Haft für Ramón Labañino Salazar sowie 17 Jahre und neun Monate für Fernando González Llort.

Trotz der strengen Disziplinarordnung und ihrer Fesseln hatten Labañino und González zuvor mit erhobenem Haupt den Gerichtssaal betreten und mit erhobener Faust und einem Lächeln ihre Freunde gegrüßt. Die waren nicht nur aus den USA nach Miami gekommen, um den beiden ihre Unterstützung zu demonstrieren. Prozeßb...

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