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04.12.2009 / Feminismus / Seite 15

»Abgewickelt«, aber nicht mundtot

Die DDR-Wissenschaftlerin und Diplomatin Helga Hörz erzählt von ihrem bewegten Leben vor und nach 1989

Florence Hervé
Sie war bis 1990 Professorin und Leiterin des Bereichs Ethik an der Sektion Philosophie der Humboldt-Universität – und 14 Jahre lang ehrenamtliche Vertreterin der DDR in der UNO-Kommission »Zum Status der Frau«. Jetzt erzählt Helga Hörz in einem Buch von ihrem bewegten Leben – und von ihren persönlichen bitteren Erfahrungen mit der »Abwicklung« des allergrößten Teils des wissenschaftlichen Personals der DDR nach der »Wende«.

Sie stammt aus einer Arbeiterfamilie – der Vater, Kranfahrer auf einer Danziger Werft, wird wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit 1939 von den Nazis verhaftet, zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt und im Mai 1945 aus dem KZ Mauthausen befreit. Kriegserlebnisse prägen die Kindheit in Nauen. Nach dem Krieg beginnt Helga Ivertowski ein Studium der Philosophie, Ethik und Psychologie in Berlin. Es folgen Jugendarbeit im Glühlampenwerk Narva, aktive Gewerkschaftsarbeit, Lehre an der Hochschule für Ökonomie....

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