24.11.2009 / Ausland / Seite 8

»Hilfeleistungen verbessern die Lage in Palästina nicht«

Die Besatzung kostet Israel jedes Jahr schätzungsweise neun Milliarden Dollar. Ein Gespräch mit Shir Hever

Johannes Zang, Jerusalem
Der Israeli Shir Hever (30) ist Wirtschaftswissenschaftler. Er arbeitet für das Alternative Informations-Zentrum (AIC) in Jerusalem und forscht seit vier Jahren zum Thema »Die Wirtschaft der Besatzung«

Die israelische Besatzung besteht nun seit 42 Jahren. Können Sie uns die wirtschaftliche Lage in den palästinensischen Gebieten in den Anfangsjahren der Besatzung skizzieren?

Die Grenzübergänge waren offen, so daß die Palästinenser weiterhin Handel mit Jordanien und mit Ägypten betreiben konnten. Israel erlaubte es palästinensischen Arbeitern, nach Israel zu kommen und zu arbeiten. Israelis wurde es gestattet, ins Westjordanland und nach Gaza zum Einkaufen zu fahren. Im ersten Jahr nach der Besatzung verbesserte sich deshalb die wirtschaftliche Lage in den besetzten Gebieten, und die israelische Obrigkeit prahlte damit, ein wunderbarer Besatzer zu sein. Doch gleichzeitig gab es ein ungeschriebenes Gesetz, die Palästinenser an der Entwicklung ihrer eigenen W...

Artikel-Länge: 4552 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe