11.11.2009 / Inland / Seite 4

Israelischer Historiker ist »erschüttert«

Grüne, Linke und ATTAC protestieren gegen Redeverbot der Stadt München für Ilan Pappe

Rolf-Henning Hintze, München
Ein kürzlich von der Stadt München ausgesprochenes Raumverbot für den israelischen Historiker Ilan Pappe zieht immer weitere Kreise. Der in England tätige Professor schrieb jetzt in einem offenen Brief an Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD), er sei »erschüttert und beleidigt« durch die Entscheidung der Stadt, einen Vortrag von ihm in einem städtischen Institut abzusetzen. »Mein Vater wurde als deutscher Jude in ähnlicher Weise in den frühen 30er Jahren zum Schweigen gebracht, und es ist traurig, Zeuge der Wiederkehr der gleichen Zensur im Jahre 2009 zu sein.« Der Arbeitskreis Palästina/Israel Salam Shalom, der die Vortragsveranstaltung organisiert hatte, machte den offenen Brief am Sonntag abend am Rande der Preisverleihung des Georg-Elser-Preises an Beate Klarsfeld bekannt. Auch die Grünen, Die Linke und ATTAC kritisierten die Entscheidung der Stadt.

In Pappes Brief heißt es, nirgendwo son...

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