04.11.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

Rechtsverhöhnung

Dem US-Kongreß liegt eine Resolution gegen den UN-Bericht zum Gaza-Krieg vor. Er ist angeblich »falsch« und »einseitig«

Rainer Rupp
Nach den jüngsten Äußerungen von US-Außenministerin Hillary Clinton sieht es so aus, als ob die Obama-Administration ihre bisherige Kritik an Israels illegalem Siedlungsbau in Ost-Jerusalem und im Westjordanland zurücknimmt und die USA wieder einmal alle Lasten des Nahostkonflikts den Palästinensern aufbürden. Derweil bereiten sich in Washington beide Häuser des US-Kongresses darauf vor, eine Resolution anzunehmen (nach Redaktionsschluß), die Israel im völkerrechtswidrig geführten Gaza-Krieg einen Persilschein ausstellt und den Bericht der UN-Untersuchungskommission unter Leitung des südafrikanischen Richters Richard Goldstone mit scharfen, undiplomatischen Worten als einseitig und falsch verurteilt (siehe Keller).

Siedlungsausbau

Angesicht der bevorstehenden Abstimmung über die Anti-Goldstone-Resolution haben sich die beiden Harvard-Professoren John J. Mearsheimer und Stephen M. Walt zu Wort gemeldet. Sie hatten 2007 in ihrem gemeinsamen ­Buch »The Israe...

Artikel-Länge: 4882 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe