22.10.2009 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Opel-Lohnklau fast durch

Einkommenskürzungen an europäischen Standorten abgesegnet. Nur Belegschaften in Spanien und Bochum noch renitent. Rückkehr zum Flächentarif unsicher

Herbert Wulff
Die Einkommenskürzungen bei dem angeschlagenen Autobauer Opel sind von den Beschäftigtenvertretungen größtenteils bereits abgesegnet worden. Lediglich die Belegschaften in Spanien und Bochum haben dem »Memorandum of Understanding« (MoU) zwischen Opel, General Motors (GM), Magna, Betriebsräten und Gewerkschaften nach jW-Informationen bislang nicht zugestimmt. Das MoU schreibt fest, daß bei den Löhnen und Gehältern in Deutschland jährlich 176,8 Millionen, europaweit 265 Millionen Euro eingespart werden. Es gilt als Voraussetzung für den Verkauf der Mehrheitsanteile der neuen Opel-Gesellschaft an ein Konsortium aus dem kanadisch-österreichischen Zulieferer Magna und der russischen Sberbank.

»Zwingende Voraussetzung«

In einer aktuellen Mitteilung des Bochumer Betriebsrats heißt es, das MoU sei »zwingende Voraussetzung für die Vertragsunterzeichnung zwischen GM und Magna« und »auch Grundvoraussetzung dafür, daß über eine mögliche Beteiligung vom Mitarbeitern a...

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