22.10.2009 / Thema / Seite 10

Im Griff des IWF

Die politische Elite der Ukraine läßt sich mit Krediten des Internationalen Währungsfonds aushalten. Deren Rückzahlung wird durch eine enorme Verteuerung des ­öffentlichen Lebens bewältigt

Hannes Hofbauer
Im ukrainischen Kohlenpott, im Zentrum der Gebietshauptstadt Donezk, empfängt uns Oleksandr Kendjuchow, Ökonom an der dortigen Technischen Universität und Mitglied der soeben gegründeten Ukrainischen Union der Wirtschaftswissenschaftler. Von ihm möchten wir Auskunft über die aktuelle ökonomische Lage im Land und insbesondere über die Auswirkungen der Krise auf das Donezker Industriegebiet, den Donbass, erhalten.

Erstaunt erfahren wir, daß die jungen Wirtschaftswissenschaftler im Land gerade dabei sind, ein Programm für einen ökonomischen Aufholprozeß zu verabschieden. »Zwischen 2015 und 2030 muß es uns gelingen«, meint Kendju­chow ohne jede Andeutung von Ironie, »zu den Top ten der Weltökonomien aufzusteigen«. Ungläubiges Nachfragen löst nur einen weiteren Redeschwall aus, in dem zwar zugegeben wird, daß es sich dabei um eine schwere Aufgabe handeln würde, daß es aber Deutschland und Japan auch geschafft hätten. Gelingen soll der Plan, für dessen endgült...

Artikel-Länge: 20644 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe