17.10.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

Nobelpreisträgerin Ada Jonath fordert Freiheit für Gefangene

Yossi Bartal
Wie vermutlich überall wird auch in Israel die Verleihung des Nobelpreises an einen Staatsbürger als eine Auszeichnung für das ganze Land wahrgenommen. Die Verleihung des diesjährigen Nobelpreises für Chemie an die israelische Professorin Ada Jonath löste in Israel eine kitschig-nationale Feierlichkeit aus, die, wie erwartet, von der Regierung dazu benutzt wurde, sich selbst zu loben. Der rechte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ließ verlauten, daß »die Ehrung Israel mit großem Stolz erfüllt«. Und Außenminister Avigdor Lieberman, der für seine rechtextreme und rassistische Politik bekannt ist, erklärte, »ihr Sieg hilft, das wirkliche Bild von Israel zu zeigen – als Land der Wissenschaft und Technologie, eines der fortschrittlichsten der Welt«.

Dabei hätte es bleiben können – bei einer angenehmen nationalen Gelegenheit, sich auf die Schulter zu klopfen und die zunehmende internationale Kritik an der...

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