17.10.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

»Wir brauchen eine Volksbewegung des friedlichen Widerstandes«

Siedlungsstopp und Gefangenenfreilassung: Palästinenser müssen geeint agieren und internationalen Druck gegen Israel aufbauen. Ein Gespräch mit Marwan Barghuti

Maan News Agency
Marwan Barghuti (50) ist Mitglied des Fatah-Zentralkomitees und in Israel inhaftiert

* Marwan Barghuti gehört zu den führenden Köpfen der ersten und zweiten Intifada (Dezember 1987 bis September 1993 und Oktober 2000 bis Februar 2005). Barghuti ist in Israel inhaftiert. Er war am 6. Juni 2002 wegen mehrfachen Mordes und Terrorismus zu fünfmal lebenslänglich und 40 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Barghuti bestritt sowohl die Anklage als auch die Rechtmäßigkeit des Verfahrens und weigerte sich, den Gerichtshof als solchen anzuerkennen.

Was sind Ihre Gedanken zum neunten Jahrestag des Ausbruchs der zweiten Intifada?

Ich möchte allen Palästinensern meinen tiefen Respekt für ihre Standhaftigkeit und ihr unerschütterliches Festhalten an ihren Rechten ausdrücken, ganz gleich, wieviel sie durchmachen und noch durchmachen werden, weil es in puncto Freiheit, Rückkehrrecht und Unabhängigkeit keinen Kompromiß gibt.

Glauben Sie, daß wir uns auf dem Weg zu einer dr...


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