16.10.2009 / Ausland / Seite 7

Neue Wege

Ankara blockiert Israels Teilnahme an NATO-Militärmanöver und forciert Kontakte zu Nachbarländern in der Region

Karin Leukefeld, Beirut
Das Militärmanöver »Anatolischer Adler« in der Türkei ist auf unbestimmte Zeit verschoben. Ursprünglich war geplant, daß vom 10. bis 23. Oktober die Luftwaffen der Türkei, der USA, Italiens, weiterer NATO-Mitglieder und auch Israel ihre »Kampffähigkeit« erproben. Doch lud der türkische Gastgeber die israelische Airforce kurzfristig wieder aus, woraufhin Washington die Teilnahme seiner Kampfflieger absagte. Mittlerweile hat die Türkei mit Syrien, einem der Erzfeinde Israels, gemeinsame Manöver vereinbart. Bereits im Frühjahr hatten Soldaten beider Staaten gemeinsam geübt, nun werde man eine zweite Runde starten, sagte der syrische Verteidigungsminister Ali Habib am Mittwoch in Aleppo.

In der Region ist derzeit deutlich spürbar, daß die Türkei in ihren regionalen Beziehungen neue Wege eingeschlagen hat. Dafür ist sicherlich auch die europäische Hinhaltetaktik in Sachen EU-Beitritt verantwortlich. In Ankara erinnert man sich an die Zugehörigkeit...

Artikel-Länge: 4519 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe