05.10.2009 / Inland / Seite 8

»Die rechte Szene hat sich für die Popkultur geöffnet«

Bis zu 30 Prozent der Bevölkerung scheinen anfällig für Neonazismus zu sein. Ein Gespräch mit Toralf Staud

Eren Güvercin
Toralf Staud hat gemeinsam mit Holger Kulick »Das Buch gegen Nazis« verfaßt. Es ist soeben im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen

Haben Sie bei bei den Recherchen für »Das Buch gegen Nazis« herausgefunden, wie weit der Rechtsextremismus in Deutschland wirklich verbreitet ist?

Wenn man sich der Interpretation dieses Begriffes durch Sozialwissenschaftler anschließt, kann man auf Grundlage von Umfragen sagen, daß bis zu 30 Prozent der Bevölkerung regelmäßig rechtsextremistisches Gedankengut von sich geben: Ausländerfeindliches, Rassistisches und Antisemitisches.

Neonazis konnte man früher leicht anhand der Springerstiefel und der Bomberjacke identifizieren. Seit ein paar Jahren kann man sie aber oft kaum noch von Autonomen unterscheiden …

Die rechtsextremistische Jugendszene hat sich seit gut zehn Jahren grundlegend gewandelt. Springerstiefel und Bomberjacken gibt es zwar immer noch – sie repräsentieren jedoch nicht mehr die Haupt...

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