01.10.2009 / Ausland / Seite 6

Debatte zu Kriegsverbrechen

Goldstone-Bericht zum Überfall Israels auf Gaza vor Menschenrechtsrat in Genf

Karin Leukefeld
Beim UN-Menschenrechtsrat in Genf wurde am Dienstag ausführlich über den Bericht der Untersuchungskommission debattiert, die mögliche Kriegsverbrechen während des dreiwöchigen Gaza-Krieges untersucht hatte. Die Kommission war zu dem Ergebnis gekommen, daß sowohl auf israelischer, als auch auf palästinensischer Seite Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen worden seien, die aufgeklärt werden müßten.

Richter Richard Goldstone, ehemaliger Chefankläger der UN-Kriegsverbrechertribunale zu Jugoslawien und Ruanda, Christine Chinkin, Professorin für Völkerrecht, Hina Jilani, Anwältin am Obersten Gerichtshof Pakistans, und Oberst Desmond Travers, ehemaliger Offizier der irischen Armee, hatten fünf Monate lang die Auswirkungen des Gaza-Krieges untersucht und auf rund 500 Seiten zusammengefaßt. Israel boykottierte und diffamierte die Arbeit der Kommission von Anfang an, ließ weder Befragungen in Israel zu, noch genehmigte es di...

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