25.09.2009 / Titel / Seite 1

Tote in Tegucigalpa

André Scheer
Vier Tage nach der überraschenden Rückkehr des rechtmäßigen honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya in sein Heimatland bleibt die Lage in der Hauptstadt Tegucigalpa extrem angespannt. Das Gebäude der brasilianischen Botschaft, in dem sich Zelaya seit Montag gemeinsam mit Familienangehörigen und Unterstützern aufhält, ist weiterhin von Polizei und Militär belagert und von der Versorgung mit Essen und Trinkasser abgeschnitten. Während Soldaten in den Vierteln der Hauptstadt Razzien durchführen und willkürlich Menschen verhaften, sind die Zufahrten zur Stadt abgeriegelt, um die Einreise von Unterstützern des Präsidenten aus anderen Teilen des Landes zu verhindern. Wie Amnesty International informierte, wurde am Mittwoch auch das Gebäude der honduranischen Menschenrechtsorganisation COFADEH von den Putschisten mit Tränengasgranaten angegriffen, obwohl sich Schutz suchende Frauen und Kinder in dem Gebäude befanden.

Am Donnerstag kursierten in Tegucigalpa Ger...

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