07.09.2009 / Inland / Seite 8

»Deutschland kollaboriert mit unseren Heimatländern«

Flüchtlinge diskutieren auf Konferenz Möglichkeiten des Widerstandes gegen Abschiebung und Diskriminierung. Ein Gespräch mit Mbolo Yufuyi

Gitta Düperthal
Mbolo Yufuyi ist Mitorganisator einer Konferenz der »Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen«, die vom 9. bis 13. September in Jena stattfindet

Die Flüchtlingsorganisation »Karawane« wird vom Mittwoch bis Sonntag eine Konferenz unter dem Titel »Vereinigt gegen koloniales Unrecht« in der Universität Jena durchführen. Was ist damit gemeint?

»Wir sind hier, weil ihr unsere Länder zerstört« – mit diesem Leitsatz wollen wir die Verbindung zwischen unseren Herkunftsländern und Europa herstellen. Wir werden diskutieren, wie man uns in Deutschland behandelt. Es geht um die Brutalität, mit der Abschiebungen durchgeführt werden, um rassistische Sondergesetze, die nur für Migranten gelten, wie etwa die Residenzpflicht. Es geht darum, daß wir Gutscheine statt Geld erhalten. Wir werden über Strategien reden, wie koloniales Unrecht zu bekämpfen ist: Deutschland macht Geschäfte mit unseren Herkunftsländern, obgleich dort Menschenrechte mit F...

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