02.09.2009 / Ausland / Seite 6

Terror gegen Fischer

Israelischer Angriff auf Boote vor Küste des Gazastreifens

Karin Leukefeld
Erneut wurden am Sonntag palästinensische Fischerboote vor der Küste des Gazastreifens von der israelischen Marine angegriffen und beschossen, wobei ein Boot in Brand geriet und ein Fischer verletzt wurde. Der Vorfall ereignete sich auf der Höhe von Beit Lahia im Norden des Streifens. Die Fischer hätten sich nicht an die vorgegebene Sperrzone von fünf Kilometer (3,5 Seemeilen) gehalten, bestätigte eine Militärsprecherin den Vorfall. Auf Signale des israelischen Kampfbootes hätten die Fischer nicht reagiert und seien trotz deutlicher Warnungen nicht umgekehrt. Nachdem ein Boot durch den Beschuß in Brand geraten sei, hätten die israelischen Soldaten geholfen, das Feuer zu löschen, betonte sie.

Für die Menschen im Gazastreifen, der seit mehr als zwei Jahren fast hermetisch von Israel und Ägypten abgeriegelt ist, ist Fischfang heute noch eine der wenigen Möglichkeiten, sich selber zu ernähren. Rund 3500 Fischer gibt es entlang der rund 40 Kilomet...

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