25.08.2009 / Feuilleton / Seite 12

Unter Infokriegern

»Faschismus 2.0«: Rechte Verschwörungstheoretiker strömen in die ­»sozialen Netzwerke« im Internet

Henning Böke
Pressefreiheit, so kritisierten Linke stets, ist die Freiheit einiger Millionäre, ihre Weltsicht zu verbreiten. Seit es das Internet gibt, kann hingegen im Prinzip jeder Informationen und Ansichten publik machen. Technologieentwicklungen der letzten Jahre haben den Gedankenaustausch weiter erleichtert. Man nennt das auch »Web 2.0«: In Unmengen von Diskussionsforen, interaktiven Blogs und »sozialen Netzwerken« kann man Bekanntschaften schließen, seine Interessen mit anderen teilen und über Gott und die Welt quasseln. Für die junge Generation sind Gesellschaftsportale wie MySpace, Facebook oder StudiVZ bereits selbstverständlicher Bestandteil des Alltags.

Menschen, die im realen Leben kontaktarme Außenseiter sind, finden hier eine zweite Chance, aber auch Leute, die aus guten Gründen in normalen Kreisen als suspekt und unerwünscht gelten. Neonazis haben von Anfang an das »Weltnetz« intensiv genutzt. Neu ist, daß die braunen Kameraden mittlerwei...

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